Wie funktionieren Suchmaschinen: Datenanalyse Teil 3/5

Nachdem die Inhalte der Website indexiert - gespeichert - wurden, muss ihre thematische Ausrichtung bestimmt werden. Da Suchmaschinen dabei nicht auf die menschliche Intelligenz beim Lesen eines Textes zurückgreifen können, wenden sie festgelegte Algorithmen an. Doch was wird gescannt? Welches sind die wichtigen Elemente?

In großen Teilen Text, Text und nochmal Text - denn dieser wird grundsätzlich gesucht und in der Datenbank der jeweiligen Suchmaschine gespeichert. Es werden jedoch nicht alle Elemente Ehrer Website berücksichtigt: Java Script wird beispielsweise nur bedingt ausgewertet, während Flash und Java Applets bislang nicht vollständig gelesen werden können. Stattdessen ermöglicht das Erfassen der HTML-Textformatierung Rückschlüsse auf den Inhalt der jeweiligen Seite. Zu nennen sind an dieser Stelle Informationen wie Keywords in der Domain, Titel, Beschreibungstext (Meta-Informationen), Überschriften, Linktexte, Listen oder fettgedruckte Worte.

Gute Suchmaschinenoptimierung basiert daher häufig auf Text (Content). Gutem Text.

Für die eigentliche Inhaltsbestimmung werden aufgrund ihrer meist hohen Aussagekraft insbesondere Substantive herangezogen. Dabei wird die Häufigkeit des Vorkommens eines Substantivs im Fließtext bestimmt, um darüber den Inhalt der Webseite zu bestimmen. Je häufiger ein Wort dabei vorkommt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es eine hohe Relevanz für den Text besitzt. Betrachtet werden dabei nicht nur einzelnen Worte, sondern auch Wortstämme.
Welche Elemente im Einzelnen eingelesen und gespeichert werden und vor Allem welches Gewicht diesen Elementen im Rahmen der Indexierung zugeschrieben wird, bleibt jedoch Geheimnis der Suchmaschinenanbieter. Für Euch  ist daher im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung wichtig, möglichst alle Elemente Ehrer Website zu berücksichtigen.

Sind schlussendlich alle Stufen der Keyword-Analyse durchlaufen, wird Eure Website für den ermittelten Suchbegriff indexiert. Dabei gilt: Je höher die Einstufung der Relevanz der Seite für ein Wort aus einer Suchanfrage, desto höher ist die daraus resultierende Platzierung in den Suchergebnissen (SERPS).
Die Suchmaschine speichert dazu Text in einer eigenen Datenbank bzw. in mehreren Datenbanken (dem Index), damit ein Nutzer schnellstmöglich ein Resultat zu seiner Suche erhält.

Daher noch einmal:Wenn eine Suchanfrage getätigt wird, werden die Websites nicht „live" durchsucht - es wird lediglich auf die gespeicherten Textelemente aus den Datenbankbeständen zugegriffen.

Allein Google erhält im Durchschnitt 1.000 Suchanfragen pro Sekunde und indexiert laut eigener Angabe über acht Milliarden Websites mit einer Größe von im Schnitt 10 Kilobyte - speichert also rund 80 Terabyte Daten. Um diese Datenmenge durchsuchen und analysieren zu können, ist Googles Software daher auf hunderttausenden Servern installiert, die rund um die Uhr in mindestens dreizehn Datenzentren weltweit laufen. Über die genauen Zahlen wird seit Jahren spekuliert, denn das Unternehmen hält sich diesbezüglich bedeckt. Dank dieser gewaltigen globalen Infrastruktur kann Google nach eigener Aussage drei Milliarden Suchanfragen pro Tag beantworten und über 500 Millionen Variablen miteinander vergleichen. Ziel ist dabei die Auslieferung der Suchresultate innerhalb einer halben Sekunde.

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05 Apr, 2013