Wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Gesundheitssektor aus?

Wie sich die Digitalisierung auf den Gesundheitssektor auswirkt 

Die digitale Revolution betrifft alle Aspekte unseres Lebens und damit das Gesundheitswesen. Ob es darum geht, eine Empfehlung für den besten Chiropraktiker zu erhalten oder einen Parkplatz vor dem Krankenhaus online zu buchen. Wenn du ein wenig genauer hinsiehst, erkennst du, wie das Internet das Leben der Menschen verändert.


Wie Patienten ihre Pflege finden 


Bei der Suche nach dem richtigen medizinischen Experten ist das Internet der erste Anlaufpunkt für viele von uns geworden. Eine aktuelle Studie mit 1.700 Erwachsenen in den USA ergab, dass 80% der Befragten im letzten Jahr das Internet nutzten, um eine Suche im Gesundheitsbereich durchzuführen. In vielen Ländern hilft das Internet auch bei der Wahl der richtigen Institutionen. Eine Google-Studie ergab, dass 94% der Australier, die nach einem Gesundheitsdienstleister suchen, mindestens einen der folgenden Internetkanäle nutzten, um ihnen bei der Entscheidung zu helfen:


73% Website des Anbieters
56% Vergleichsseite
48% Suchmaschine
35% Kategorieseite
33% Forum, Blog, etc. 


Patienten, Mediziner & Online-Bewertungen


Das Internet hat auch den Patienten eine neue Stimme gegeben. Bewertungs-Webseiten helfen nicht nur bei der Suche nach einem Restaurant. Tatsächlich macht der Gesundheitssektor inzwischen 6 Prozent aller Bewertungen aus und ist damit die 6. größte Kategorie. Shopping (22 Prozent) und Restaurants (18 Prozent) sind die beiden größten Kategorien. 

Über die Bewertungs-Webseiten informieren sich mittlerweile sehr viele Menschen bei ihren Entscheidungen. 28% der befragten Patienten stimmten zu, dass das Lesen positiver Rezensionen auf einer unabhängigen Review-Webseite ausreichen würde, um sie dazu zu bringen, einen bestimmten Arzt zu wählen. Die Rückmeldung der Patienten trägt hier auch dazu bei, die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. 

Für viele medizinische Einrichtungen ist daher die Bewertung der Kunden sehr wichtig geworden. In Anbetracht dessen ist es kaum verwunderlich, dass selbst die kleinen Arztpraxen über ein Online-Profilmanagement nachdenken. 90% der befragten Mediziner gaben an, dass sie über das Risiko schlechter Bewertungen besorgt sind. Diese Sorge setzt sich zunehmend in Taten um: 46% der Befragten planen, im nächsten Jahr Ressourcen für das Online-Reputationsmanagement einzusetzen.



Was ändert sich im Arzt-Patienten-Verhältnis 


Im Zeitalter vor dem Internet wurde die Diagnose von einem Arzt sehr selten in Frage gestellt. Heutzutage diagnostizieren sich die Patienten oftmals selbst und tragen diese dann dem Arzt vor. In vielen Fällen kann das sogar für die Behandlung hilfreich sein. Denn der informierte Patient ist besser in der Lage, den Behandlungsempfehlungen des Arztes zu folgen. 

Auf der anderen Seite bietet das Internet aber auch falsche Informationen für die Patienten. Dies kann manchmal zu Schwierigkeiten führen, wie z.B. zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten zwischen medizinischem Fachpersonal und Patienten. Besonders wenn es um das verschreiben von Medikamenten geht.
Wie zuverlässig die Gesundheitsberatung im Internet ist, hängt jedoch ganz von der jeweiligen Seite ab. Daher muss der Patient aufgeklärt sein, um sich kritisch mit den Informationen auseinander zu setzen und damit seriöse und unseriöse Quellen unterscheiden zu können. 


Helfe deinen Patienten Gesund zu bleiben


Mediziner haben die Rolle des Internets als wichtiges Instrument für die Prävention und Patientenaufklärung verstanden. 
Auch wenn die Patienten wissen, was sie tun sollten, um gesund zu bleiben, steht ihnen der Alltag hier oft im Weg. Das ist auch der Grund, warum so viele Menschen die Ziele ihrer Behandlung aus den Augen verlieren. In Amerika haben fast ein Drittel der Menschen die Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten eingestellt, ohne ihren Arzt zu informieren, und 50% der Medikamente für chronische Krankheiten werden nicht wie vorgeschrieben eingenommen. Dies bringt negative gesundheitliche Folgen für die Patienten mit sich. Es wird geschätzt, dass hierdurch etwa 10 Prozent der Krankenhausaufenthalte pro Jahr verursacht werden. 


Wie das Internet der Gesundheit hilft


Zunehmend wird das Internet zum wichtigsten Instrument, um Patienten zu helfen, ihre Behandlungen korrekt durchzuführen. Im Gegensatz zu einer Arztpraxis ist das Internet ein fester Bestandteil des Lebens der Patienten; es ist immer da, um deine Fragen zu beantworten und dich auf Kurs zu halten. 
Um den Patienten zu stärken und Fehlinformationen zu vermeiden, gehen Gesundheitsdienste aus aller Welt zunehmend online. England beispielsweise bietet allen Bürgern Zugang zum NHS 111 online, wo Patienten zuverlässige medizinische Ratschläge lesen und Termine mit Ärzten vereinbaren können.  

Es hat sich gezeigt das Online-Dienste Menschen helfen, ihre Behandlungen zu verfolgen und zu finden. Eine Studie an älteren Menschen in den Vereinigten Staaten ergab einen positiven Zusammenhang zwischen der Internetnutzung und der rechtzeitigen Einführung von Präventivmaßnahmen. Diejenigen, die das Internet nutzten, suchten eher nach Krebsvorsorgeuntersuchungen, Grippeschutzimpfungen und Cholesterintests für sich selbst. Ältere Frauen, die das Internet nutzten, ermutigen auch ihre Partner, Behandlungen in Anspruch zu nehmen.

Auch Apps helfen Patienten dabei ihre Behandlungen einzuhalten.  Es gibt eine ganze Reihe von Apps zur Erinnerung an die Einnahme von Medikamenten, darunter: Medisafe, Tabtime, Med Minder, Pillpack und E-Pill. Es gibt auch spezifische Apps wie Glucose Buddy, mit denen Diabetiker ihren Insulin- und Blutzuckerspiegel über ihr Handy verfolgen können.  
Das Internet hilft hier auch den Patienten denen manche Fragen zu peinlich sind sie zu stellen. Es besteht eindeutig eine Nachfrage nach Dienstleistungen in diesem Bereich: Ro ist eine Cloud-Apotheke, die sich auf die Online-Diagnose und -Behandlung von Erektionsstörungen spezialisiert hat. In diesem Jahr wurde das Unternehmen auf rund 500 Millionen Dollar geschätzt. 


Besserer Ärzte durch das Internet


Virtualmedschool ist eine Online-Plattform, die als der Flugsimulator für Mediziner gilt. Hier gibt es Online-Tutorials zu komplexen medizinischen Verfahren aus der virtuellen Perspektive eines Chirurgen im Operationssaal. Das Tool wird derzeit von über 6000 Ärzten und Krankenschwestern in vielen Krankenhäusern in den Niederlanden und Großbritannien eingesetzt.  

Medical Realties ist ein weiteres Unternehmen, das Dienstleistungen in diesem Bereich anbietet. Dr. Shafi Ahmed ist der CEO des Unternehmens. Die Vision des Arztes ist es, eine Online-Plattform zu schaffen, die Augmented Reality und erschwingliche Technologien wie Smartphones nutzt, um Menschen an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt in Medizin zu unterrichten. Ziel ist es, die medizinische Ausbildung bezahlbarer und zugänglicher zu machen. Das alles zeigt , dass die Digitalisierung nicht nur in der Behandlung hilft, sondern auch dazu beiträgt, bessere Ärzte für die Zukunft auszubilden. 

Wir hoffen, dir hat dieser Artikel von rankingCoach gefallen. 

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20 Nov, 2019